Ratgeber

Kaltmiete, warm oder all-in: was du wirklich zahlst

Lesezeit 3 Min.
Geschrieben von OneHaven Redaktion
Wohn- und Schlafbereich im Roomments mit Fernseher und Schreibplatz

Die teuerste Zeile einer Wohnungsanzeige ist die, die fehlt. „850 € Kaltmiete” klingt machbar, bis klar wird, was alles nicht drin steckt. Wer zum ersten Mal in Deutschland mietet oder nach Jahren im alten Mietvertrag neu sucht, stolpert hier. Deshalb einmal in Ruhe: Was bedeuten die Begriffe wirklich?

KALTMIETE: NUR DER RAUM

Die Kaltmiete bezahlt die Wohnung selbst, sonst nichts: Wasser, Heizung und Hausbetrieb kommen extra. Mit ihr werben die Anzeigen. Leben wirst du mit einer deutlich höheren Zahl.

WARMMIETE: RAUM PLUS BETRIEB, ABER NICHT ALLES

Die Warmmiete legt die Nebenkosten-Vorauszahlung auf die Kaltmiete: Heizung, Wasser, Müll, Hausreinigung, Grundsteuer. Zwei Dinge daran werden oft unterschätzt. Erstens ist es eine Vorauszahlung, am Jahresende wird abgerechnet, und wenn der Winter kalt war, kommt eine Nachzahlung. Zweitens ist „warm” nicht „alles”. Ein Rechenbeispiel, bewusst vereinfacht:

  • Kaltmiete: 850 €
  • Nebenkosten-Vorauszahlung (Heizung, Wasser, Hausbetrieb): rund 250 €
  • Strom, eigener Vertrag: rund 80 €
  • Internet, eigener Vertrag: rund 40 €
  • Rundfunkbeitrag, Pflicht für jede Wohnung in Deutschland (du meldest dich dafür nach dem Einzug selbst an): rund 18 €

So werden aus 850 € kalt weit über 1.200 € echte Monatskosten. Der Moment, in dem man das zum ersten Mal zusammenrechnet, ist unangenehm, aber besser jetzt auf dem Papier als im Dezember auf dem Kontoauszug. Verteilt ist das Ganze auf drei Verträge: den Mietvertrag, in dem Kaltmiete und Nebenkosten-Vorauszahlung gemeinsam geregelt sind, einen Stromvertrag und einen Internetvertrag, jeder mit eigener Kündigungsfrist, also dem Datum, bis zu dem du spätestens kündigen musst. Dazu kommt einmalig die Kaution (deposit): meist zwei bis drei Kaltmieten, die du beim Auszug zurückbekommst.

ALL-IN: EIN BETRAG, EIN VERTRAG

Eine echte All-in-Pauschale bündelt alles in einer Zahl: Miete, Nebenkosten, Strom, Internet. Keine Jahresabrechnung, keine Überraschung. Der Prüfstein dafür ist eine einzige Frage an den Anbieter: „Welche Posten kommen zu diesem Betrag noch dazu?” Wenn die Antwort länger als ein Satz ist, ist es kein All-in.

Möbliert ist übrigens teurer als leer: Das Handelsblatt beziffert den Aufpreis bundesweit auf rund 45 Prozent. Dafür entfallen Möbelkauf, Doppelmiete in der Einrichtungszeit und der Vertragsstapel, du unterschreibst einen Vertrag statt drei. Ob sich das rechnet, entscheidet deine Bleibedauer, ab sechs Monaten meistens ja.

UND WIE MACHT IHR DAS BEI ONEHAVEN?

Unterschiedlich, und deshalb steht es bei jedem Haus transparent dabei. Im Roomments in Stuttgart zahlst du eine All-in-Pauschale ab 1.140 € im Monat, ein Betrag ohne Nachzahlung. Im Eastside in Frankfurt mietest du ab 940 € warm, mit einer monatlichen Nebenkostenvorauszahlung, die einmal im Jahr abgerechnet wird. Im The Bloom Homes und im Haus Marzahner Chaussee in Berlin zahlst du eine Warmmiete, dort kommen Strom und je nach Haus Internet dazu.

DEINE VERGLEICHS-CHECKLISTE

Wenn du Angebote nebeneinanderlegst, rechne sie erst auf dieselbe Basis um. Vier Fragen reichen:

  1. Ist der genannte Preis kalt, warm oder all-in?
  2. Welche Posten kommen noch dazu (Strom, Internet, Rundfunk, Stellplatz, Endreinigung)?
  3. Gibt es eine Jahresabrechnung mit möglicher Nachzahlung?
  4. Wie viele Verträge unterschreibst du insgesamt, und mit welchen Kündigungsfristen?

Erst wenn bei jedem Angebot die echte Monatszahl steht, lohnt der Vergleich.

Alle Preise und Modelle je Haus findest du direkt auf der Plattform, transparent ausgewiesen. Rechne mit der Checkliste nach, auch bei uns.

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